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 22.01.2008 shz.de

Kirche wagt den Blick zum Horizont

Die große Zahl von Gottesdiensten hat im vergangenen Jahr pro Sonntag durchschnittlich 1010 Menschen erreicht. Das hat Propst Dr. Klaus Kasch auf der Synode des Kirchenkreises Segeberg betont.
Bad Segeberg/ Bad Oldesloe.

Propst Dr. Klaus Kasch verwies in seinem Bericht auf die Vielfalt des kirchlichen Lebens im Kirchenkreis Segeberg. Besondere Aktivitäten, wie der Drive-In-Gottesdienst in Warder, der jährlich stattfindende Weltgebetstag oder Bikergottesdienste fanden zudem besonderen Zuspruch der Menschen. In der Jugendarbeit hat der Kirchenkreis in den letzten Jahren durch die kontinuierliche Ausbildung von Jugendlichen zu so genannten Teamern einen Schwerpunkt gesetzt. Zur Zeit sind in den Kirchengemeinden 254 dieser Jugendgruppenleiter aktiv, 135 sind in der Ausbildung.
Weitere wichtige Arbeitsgebiete seien, so Propst Dr. Kasch, die Kirchenmusik, die Kindertagesstätten und Kindergottesdienste, die Seniorenarbeit oder einzelne Projekte, wie die Gründung des Freiwilligen Forums, das in Zusammenarbeit mit dem Verein „Mittenmang“ und der „Mühle“ in Bad Segeberg entstanden ist.
Große Veränderungen in der Kirchenlandschaft werfen ihre Schatten voraus. Superintendent Ulrich Tetzlaff aus dem Partner-kirchenkreis Greifswald zeigte den Synodalen die Schwierigkeiten auf dem Weg zur „Nordkirche“ auf. „Der ganz unterschiedlichen Geschichte der drei Landeskirchen steht eine jahrzehntelange Verbundenheit gegenüber, die zeigt, dass man einander wahrnimmt und versucht, den anderen zu verstehen“, so Tetzlaff in seinem Vortrag. Er dankte allen, die sich über Jahre und Jahrzehnte für ein Miteinander auch über Grenzen hinweg eingesetzt hätten. Natürlich gebe es nun Schwierigkeiten, wie das unterschiedliche Tarifrecht, das Rechtssystem oder Standortfragen auf dem Weg zu einer gemeinsamen Kirche zu überwinden, aber er wünsche sich, dass die geistlichen Möglichkeiten nicht kleingeredet würden. „Die Weite Norddeutschlands lässt den Blick zum Horizont zu,“ sagte Ulrich Tetzlaff, „und wo sonst sollte der Brückenschlag zwischen Ost und West und West und Ost gelingen?“
Zu guter Letzt wurde der Haushalt für das Jahr 2008 einstimmig beschlossen.
Unterdessen werden die Kirchenkreise Stormarn, Alt-Hamburg und Harburg am Sonnabend, 26. Januar, um 10 Uhr mit 280 Synodalen in der Wichernschule in Hamburg Horn (Horner Weg 164) über den Fusionsvertrag abstimmen. Mit der Ratifizierung stellen die drei Kirchenkreise die Weichen für den zukünftigen Großkirchenkreis Hamburg-Ost. Der Stormarner Propst Hartwig Liebich als Verantwortlicher für die Gesamtsteuerung wird den Fusionsvertrag einbringen.

 

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