Medienresonanz
30.06.2008 Schleswiger Nachrichten
„mittenmang“ erst einmal bis Jahresende gerettet
Projekt läuft heute aus, doch Land und Bund sagen weitere Finanzierung zu
Schleswig/sn
„Was wird aus ‚mittenmang’“? Diese Frage stand noch vor einem Monat im Raum. Denn: Mit dem heutigen Montag läuft die dreijährige Projektzeit der Freiwilligenzentren „mittenmang“ Schleswig-Holstein aus. Geschäftsführerin Nicole D. Schmidt verkündete jetzt: „Es gibt einen ersten Rettungsanker.“ Das Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein und das Bundesfamilienministerium haben „mittenmang“ eine Übergangsförderung bis Jahresende bewilligt.
Im Rahmen des Bundesmodellprojekts „Generationsübergreifende Freiwilligendienste“ des Bundesministeriums für Familie von 2005 bis 2008 haben die Freiwilligenzentren „mittenmang“ Menschen mit Behinderungen als Freiwillige in den Mittelpunkt gestellt. „Diese Personen werden oft nur als Hilfeempfänger gesehen und nicht als engagierte Menschen für andere, “ heißt es in einer Pressemitteilung zur jetzt gewährten Übergangsfinanzierung.
„Über die Zuwendungen bin ich froh. Wir können unsere Freiwilligen weiterhin intensiv begleiten und auch noch neue aufnehmen. In der verbleibenden Zeit wollen wir die Zukunft von „mittenmang“ absichern. Neben verschiedenen Trägern sind auch die Kreise Segeberg und Schleswig-Flensburg gesprächsbereit und wollen helfen“, so Geschäftsführerin Schmidt. „Denn das Projekt ist erfolgreich“, so Schmidt weiter. Menschen mit und ohne Behinderungen sind zusammen als Freiwillige aktiv. Fast 60 Ehrenamtler haben sich für ein Engagement für Menschen mit Behinderungen entschieden. Von ihnen waren rund 70 Prozent selbst beeinträchtigt.
Die jüngsten Engagierten waren 13 Jahre, der älteste, noch aktive Freiwillige ist 78 Jahre. Zwei aktive Freiwilligenteams in Schleswig und Segeberg möchten ihre Engagements weiterführen und hoffen jetzt auf die kontinuierliche Unterstützung und Hilfe durch „mittenmang“.
Ende 2005 war das Freiwilligenzentrum in der Plessenstraße 26 eröffnet worden. „Wir wollen die Bürgergesellschaft“, hatte Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht als Schirmherrin damals betont. Als Kooperationspartner von „mittenmang“ kam „Carenetz“ dazu ein „Modellprojekt zur Einführung des persönlichen Budgets für Menschen mit Behinderungen“.
